Martina Pasch

Psychologische Psychotherapeutin

 

Die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, die auch Progressive Muskelrelaxation oder PMR genannt wird, wurde in den 20er Jahren von Edmund Jacobson entwickelt. Sie entstand etwa zeitgleich mit dem Autogenen Training und dient, ähnlich wie dieses, der Tiefentspannung der Muskeln. Wie andere Methoden zur Entspannung von Muskeln findet die Progressive Muskelrelaxation oftmals in der Psychotherapie ihren Einsatz, hier hauptsächlich, um innere Blockaden zu lösen, die sich durch Muskelanspannungen äußern. Hier bedient man sich zum einen der Tatsache, dass körperliche Betätigung, egal in welcher Form, zur Ausschüttung von Hormonen führt, die bei der Stressbewältigung helfen. Zum anderen besteht der Effekt, dass körperliche Verspannungen durch gezielte und sanfte Bewegungsabläufe dauerhaft gelockert werden können.

Bei der Progressiven Muskelrelaxation nach Jacobson liegt das Prinzip zu Grunde, eine Tiefenentspannung durch gezieltes Anspannen und Entspannen von einzelnen Muskeln und Muskelpartien zu erreichen. Durch dauerhaftes und regelmäßiges Durchführen dieser An- und Entspannung von Muskeln wird mit der Zeit sowohl eine spürbare Entspannung der Muskeln erzielt. Viel wichtiger ist in den meisten Fällen der Anwendung jedoch die Tatsache, dass damit auch innere Spannungen, wie zum Beispiel Angststörungen, gelöst und ein verbessertes Körpergefühl beim Patienten erreicht werden können. Neben der geleiteten Entspannung kann man die PMR auch mit festgelegten Übungen selbst durchführen. Am Anfang ist es jedoch ratsam, eine geleitete Entspannung durchzuführen, um die richtige Übungsabfolge zu erlernen.


 

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